BAF

Flugverfahren über dem Main-Kinzig-Kreis sind rechtmäßig

Datum 01.10.2013

In seiner ersten Entscheidung am heutigen Tag hat der Hessische Verwaltungsgerichthof in Kassel die Klage des Main-Kinzig-Kreises sowie einer Privatperson gegen das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) abgewiesen

Das Gericht betonte in seiner mündlichen Urteilsbegründung, dass die Abwägungsentscheidung des BAF nicht zu beanstanden sei. So bewerteten die Richter die Festsetzung der Flugverfahren als sachlich besonders gerechtfertigt, um die Abwicklung des durch die Planfeststellung zugelassenen Verkehrs sicher zu gewährleisten. Dies schließt einen parallel unabhängigen Anflug auf die beiden Landebahnen ein. Auch sei die Schwelle zum unzumutbaren Fluglärms, wie sie durch das Fluglärmschutzgesetz definiert wird, nicht überschritten worden. Die Kläger wollten eine Anhebung der Flughöhen über ihrem Gebiet erreichen. Sie begründeten ihre Klage damit, dass sie durch die Flughöhen in den Eindrehbereichen in mindestens 4000 Fuß (ca. 1300 m) mit unzumutbarem Fluglärm belastet seien.

Das BAF konnte in der mündlichen Verhandlung darlegen, das kein unzumutbarer Fluglärm für den Main-Kinzig-Kreis zu erwarten ist. Die Flugverfahren dienen der sicheren, geordneten und flüssigen Verkehrsabwicklung. Auch in Verkehrsspitzenzeiten müssen beim gleichzeitigen Eindrehen zweier Flugzeuge diese auf unterschiedlichen Höhen sein, damit eine Kollisionsgefahr ausgeschlossen werden kann. Die tatsächlich geflogenen Flughöhen sind erforderlich, um die Flugzeuge im Endanflug sicher und unabhängig voneinander auf die Nordwestlandebahn und die Südbahn zu führen.

Eine Revision hat der VGH nicht zugelassen.