BAF

Keine Änderung für Deutschland durch neues Anflugsystem GBAS am Flughafen Zürich

Datum 18.06.2014

Das satellitengestützte Anflugverfahren GBAS am Flughafen Zürich ist eine Ergänzung zum bisherigen Instrumentenlandesystem (ILS)

Bei der Einführung eines satellitengestützten Anflugverfahrens (GBAS) am Flughafen Zürich handelt es sich um eine Systemerweiterung, an der im Zusammenhang mit dem europäischen Forschungsprogramm SESAR (Single European Sky Air Traffic Management Research Programme) gearbeitet wird. 

Das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat das GBAS-Verfahren für eine der Landebahnen des Flughafens beim Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung  (BAF) beantragt. Es muss durch eine Änderung der 220. Durchführungsverordnung in ihrer bisher gültigen Fassung von Deutschland genehmigt werden, soweit der deutsche Luftraum betroffen ist.

Durch die Einführung eines GBAS Systems am Flughafen Zürich werden die Anflugführungen im deutschen Luftraum und damit die überflogenen Gebiete im Süddeutschen Raum in keiner Weise verändert. Das neue satellitengestützte Verfahren stellt dem anfliegenden Luftfahrzeug neben einer Beschreibung des horizontalen Flugwegs auch Informationen zum Höhenprofil zur Verfügung. Diese sind besonders für den Endanflug auf die Landebahn von Bedeutung. Die Genauigkeit dieser dreidimensionalen Wegführung entspricht derzeit der eines konventionellen Instrumentenlandesystems in CAT I-Betrieb. Das bestehende System wird so um eine weitere Komponente ergänzt und der allgemeinen Forderung nach der Nutzung moderner Navigationstechnologie entsprochen. Anfliegende Flugzeuge des internationalen Luftverkehrs, die über die dafür erforderliche Ausrüstung verfügen, erhalten damit die Möglichkeit, die neue Technik zusätzlich zu nutzen.