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Erstes AIRPROX Magazin erschienen

Anonymisierte AIRPROX-Berichte für die Luftraumnutzer

Datum 03.04.2019

Aus Fehlern lernen und damit die Sicherheit im Luftverkehr erhöhen - diesen Beitrag will das neue Magazin der APEG - Gruppe zum Thema "Luftfahrzeugannäherung" leisten. Pünktlich zur Luftfahrtmesse AERO (10.-13. April 2019) steht es den Luftraumnutzern zur Verfügung.

Eine Luftfahrzeugannäherung (AIRPROX) ist eine Situation, bei welcher - nach der Meinung des Piloten oder des Flugsicherungspersonals - die Sicherheit aufgrund der Entfernung zwischen den beteiligten Luftfahrzeugen unter Berücksichtigung der Geschwindigkeiten und relativen Positionen zueinander beeinträchtigt war. Zweck und Aufgabe der APEG ist es, an sie gerichtete Meldungen von Luftfahrzeugannäherungen im Luftraum der Bundesrepublik Deutschland zu analysieren. Basierend auf den Analysen der Luftfahrzeugannäherungen bewertet die APEG diese Vorfälle und spricht Empfehlungen aus, die zur Vermeidung ähnlicher Ereignisse führen.

Das Ziel der APEG ist es, Erkenntnisse über die Ursachen solcher Vorfälle zu gewinnen, um dadurch Wege aufzeigen zu können, die einen zusätzlichen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit im Luftverkehr darstellen.

Bisher wurden die bewerteten Fälle und die daraus gewonnenen Erkenntnisse aufgrund ihrer Vertraulichkeit nur innerhalb der APEG verwendet. Die Experten sind allerdings der Meinung, dass alle Luftraumnutzer aus den gesammelten Erkenntnissen lernen können. Daher hat sich die APEG entschieden, erstmals ein Magazin mit ausgewählten anonymisierten AIRPROX-Berichten zu veröffentlichen.

Die APEG

Die Internationale Organisation für Zivilluftfahrt (ICAO) empfiehlt im Air Navigation Plan auf nationaler Ebene die Einrichtung einer Aircraft Proximity Evaluation Group (APEG). Die APEG handelt nicht weisungsgebunden als unabhängiges Expertengremium. Dabei sind die der APEG vorgelegten Fälle neutral zu betrachten und zu bewerten. Alle Daten, Informationen, Unterlagen und Erkenntnisse der in der APEG behandelten Fälle dienen nur zur Aufrechterhaltung und Verbesserung der Sicherheit im deutschen Luftraum. Sie werden nicht zur Klärung von Haftungs- und Schuldfragen verwendet oder weitergeleitet. Die APEG setzt sich aus Luftfahrtexperten aus den Bereichen von Luftverkehrsgesellschaften, Flugsicherungsorganisationen, Interessenvertretungen, Berufsverbände sowie Behördenvertretern zusammen.

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