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Laterale Optimierung des Flugverfahrens "AMTIX kurz" am Flughafen Frankfurt Main

Datum 11.09.2020

Die Festlegung der Flugverfahren für den geplanten Probebetrieb ab 05. November 2020 ist erfolgt

Das im Auftrag des Forums Flughafen und Region (FFR) erarbeitete "Maßnahmenprogramm aktiver Schallschutz" verfolgt u.a. das Ziel, Siedlungszentren zu umfliegen. Es beinhaltet zu diesem Zweck eine Maßnahme mit dem Titel "Laterale Optimierung AMTIX kurz", mit deren Umsetzung insbesondere der Norden von Darmstadt von Fluglärm entlastet werden soll.

Hierfür sprach sich nach Durchführung eines umfangreichen Konsultationsverfahrens u.a. die Kommission zur Abwehr des Fluglärms am Flughafen Frankfurt am Main aus. Für den zunächst vorgesehenen Probebetrieb bedurfte es einer Änderung der Abflugverfahren von der Startbahn West am Flughafen Frankfurt am Main. Diese ist nun, nach erfolgter Abwägung der betroffenen Belange, mit Ausfertigung der 59. Änderungsverordnung zur 212. Durchführungsverordnung zur Luftverkehrs-Ordnung erfolgt. Festgelegt wurde die von der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH vorgelegte Vorzugsvariante, die die Empfehlung der Fluglärmkommission umsetzt. Die besagte Änderungsverordnung wurde am vergangenen Freitag im Bundesanzeiger verkündet, die tragenden Gründe der Abwägung sind in dem unter dem nachfolgenden Link abrufbaren Abwägungsvermerk zusammengefasst. 

Die Änderungen der als "AMTIX kurz" bezeichneten Abflugverfahren, die mit Inkrafttreten die Bezeichnungen CINDY 2S und SULUS 1S erhalten, machen nur einen Teil des Verordnungstextes aus. Die Verordnung enthält darüber hinaus eine Optimierung der Nachtabflugstrecken in Betriebsrichtung 25 mit dem Ziel, Nierstein zu entlasten ohne andere Gemeinden zu belasten. Außerdem enthalten ist u.a. eine umfangreiche Überarbeitung im Bereich der Standardeinflugstrecken, mit der das System der Anflüge in flugverfahrens-technischer Sicht aktualisiert wird, ohne dass sich daraus Änderungen der Fluglärmsituation ergeben.